Ein Schaden am Mietwagen, z.B. durch einen Unfall im Urlaub, sollte sehr gut dokumentiert werden, unabhängig von der Verursachung und unabhängig vom Anmietland (Deutschland / Ausland)

Die wichtigsten Szenarien:

  • Schaden am Mietwagen durch Eigenverschulden
  • Schaden durch Fremdverschulden
  • Mietwagenschaden durch nicht eingetragenen Fahrer
  • Mietwagenunfall mit Personenschaden
  • Kostenfallen bei der Mietwagenversicherung
  • Bestehende Schäden am Mietwagen dokumentieren

Generell ist der Mietwagen über den Verleiher haftpflichtversichert, eine Kaskoversicherung kann der Kunde nach Belieben zubuchen. Das bedeutet zunächst: Ohne Kasko (Voll- oder Teilkaskoversicherung) zahlt die Haftpflichtversicherung des Vermieters, wenn der Kunde einen Schaden an anderen Fahrzeugen und/oder Personen verursacht hat.

Selbst verursachte Schäden am Mietwagen zahlt der Kunde ohne Vollkasko selbst. Fremd verursachte Schäden zahlt die Versicherung des Unfallgegners.

Wie es dann weitergeht, ob der Kunde in Regress genommen wird, wenn die Schadenfreiheitsklasse des Vermieters hochgestuft wird, hängt von dessen Kulanz ab.

Bestehende Schäden am Mietwagen dokumentieren

Um den Tatbestand eindeutig zu dokumentieren, muss der Kunde vor der Abfahrt alle vorhandenen Schäden am Fahrzeug (oft kleine Kratzer oder Beulen) gut begutachten, auf die ihn der Vermieter pflichtgemäß im Mietvertrag hinweist. Alle Schäden am Mietwagen sollten auf dem Mietvertrag festgehalten werden. Nicht dokumentierte Schäden sind vor der Entgegennahme nachzutragen.

Sollte ein Schaden passiert sein (bei größeren Schäden unbedingt die Polizei hinzuziehen), wäre es immer sinnvoll, wenn Sie bei der Rückgabe gemeinsam mit dem Vermieter die Schäden protokolliert. Zu unterscheiden sind beim Schaden am Mietwagen und beim Schaden durch einen Mietwagen die verschiedensten Szenarien.

Schaden am Mietwagen durch Eigenverschulden

Bei einem Schaden am Mietwagen, den der Kunde selbst verursacht hat, entscheidet seine abgeschlossene Kaskoversicherung inklusive der enthaltenen Selbstbeteiligung über die Kosten, die der Kunde zu tragen hat. Es sind Abschlüsse gänzlich ohne Versicherung, mit Teil- und mit Vollkaskoversicherung möglich. Die Teilkaskoversicherung kommt jedoch nicht für selbst verursachte Schäden auf (nur Unwetter, Wildunfälle, Schmorbrand, Glasbruch, Diebstahl und dergleichen).

Für die Regulierung selbst verursachter Schäden benötigt der Kunde eine Vollkaskoversicherung, die stets mit einer mehr oder weniger hohen Selbstbeteiligung angeboten wird. Da die meisten Schäden klein ausfallen, lohnt sich in jedem Fall die Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung.

Schaden durch Fremdverschulden

Bei einem Schaden durch Fremdverschulden zahlt die Haftpflicht des Unfallgegners, weshalb in jedem Fall die Polizei hinzuzuziehen ist. Wenn der Unfallgegner am Unfallort seine Daten angibt oder wenn auch nur der Fahrer des Mietwagens das Kennzeichen des Unfallgegners ermittelt und den Schaden beweiskräftig dokumentiert (Fotos, Zeugen), kann ihm nichts passieren.

Anders stellt sich der Fall bei einem fremd verursachten Schaden mit Fahrerflucht des Gegners dar. Das ist vonseiten des Unfallgegners eine Straftat, die in allen Staaten geahndet wird (in Deutschland: § 142 StGB, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren), daher kommt es selten vor. Wenn doch, wird in der Regel der Unfallgegner ermittelt, seine Haftpflicht zahlt. Wenn nicht, würde die Vollkasko eines Automieters einspringen, sofern er eine abgeschlossen hat.

In gravierenden Fällen (bei sehr hohen Schäden und wenn der Gegner keine Haftpflichtversicherung besaß) springt auch die Verkehrsopferhilfe ein.

Mietwagenschaden durch nicht eingetragenen Fahrer

Wer einen nicht eingetragenen Fahrer seinen Mietwagen fahren lässt, verliert den Versicherungsschutz! Sollte ein Schaden am Mietwagen entstehen, kann der Vermieter die vollständige Regulierung durch den Mieter trotz dessen abgeschlossener Vollkaskoversicherung verlangen.

Es entstehen manchmal auch Teilkaskoschäden auf diese Weise, beispielsweise Wildunfälle. Der Mieter des Wagens ist nicht mehr fahrtüchtig und lässt die Frau oder einen Freund fahren. Nach einem Unfallereignis lassen große Vermieter den Schadenshergang und den Schaden selbst genau prüfen und gewähren in vielen Fällen Kulanzen, besonders bei kleineren Schäden.

Sixt beispielsweise äußerte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass man sich in solchen Fällen zu 75 % kulant verhalte. Verpflichtet ist der Verleiher hierzu aber nicht.

Mietwagenunfall mit Personenschaden

Sollte der Fahrer eines Mietwagens mit diesem Auto einen Personenschaden verursachen, zahlt die Haftpflichtversicherung des Vermieters, der allerdings den Fahrer wahrscheinlich hinterher in Regress nimmt.

Es gilt wiederum wie beim zuletzt beschriebenen Fall (Unfall durch nicht eingetragenen Fahrer) die Möglichkeit, dass der Vermieter kulant vorgeht. Das hängt sehr entscheidend vom Schadenshergang und vom Umfang des Schadens ab. Jedoch ist mit dem Regress durchaus zu rechnen, der schließlich keine exorbitanten Summen erreicht: Die Haftpflicht des Vermieters wird hochgestuft, künftig fallen jährliche Kosten je nach Fahrzeug und nach vorheriger Schadenfreiheitsklasse von wenigen Hundert Euro an.

Der Vermieter wird den Regress nach Ermessen (O-Ton Sixt: „individuelle Entscheidung von Experten“) festsetzen. Er kann sich in Höhe der hinterlegten Kaution bewegen, jedoch bei fahrlässigem Verhalten des Mieters durchaus auch eine vierstellige Summe erreichen.

Kostenfallen bei der Mietwagenversicherung

Es gibt bei jeder Mietwagenversicherung eine entscheidende Kostenfalle, in die vor allem seltene, gelegentliche Mietwagennutzer tappen: die Selbstbeteiligung.

Mindestens 90 Prozent aller Schäden sind Bagatellschäden unter 400 bis 500 Euro – Kratzer am Lack, ein abgefahrener Rückspiegel, ein zerstörtes Blinklicht (Einfahrt in die Tiefgarage). Diese Schäden zahlen Inhaber einer Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung – in der Regel zwischen 400 und 1.000 Euro – komplett selbst. Daher ist immer zur Vollkasko ohne Selbstbeteiligung zu raten, die am Tag um sieben bis zehn Euro teurer als die Vollkasko mit 450 Euro Selbstbeteiligung ist.

Auf Nummer sicher gehen – der richtige Anbieter

Ein Unfall mit dem Mietwagen im Ausland oder ein anderer Schaden in Deutschland ist immer eine unglückliche und stressige Angelegenheit. Mit dem richtigen Mietwagenanbieter kann der anfallende Stress und auch die anfallenden Kosten minimiert werden.

Wir empfehlen daher bei allen Fahrten (vor allem im Ausland) auf den Service von Sunny Cars zurück zu greifen. Der Mietwagenbroker bietet eine riesiges Portfolio an Partnern weltweit und einen fast einzigartiges Service- und Leistungsspektrum.

Im Bezug auf einen möglichen Schaden am Mietwagen oder einen eventuellen Unfall während der Reise sind dies:

  • Vollkaskoschutz mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung bei Schäden
  • Inkl. Glas, Reifen, Dach, Unterboden Schutz mit Rückerstattung
  • KFZ-Diebstahlschutz mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung bei Schäden
  • Garantierte Haftpflicht in Höhe von 7.5 Millionen Euro
  • Erstattung der Unfallbearbeitungsgebühr

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